Mexico
Der letzte Reisebericht aus Mittelamerika – Erstaunlich wie die Zeit vergeht 😀
Am 7. Juli ging es pünktlich um 08:00 Uhr mit dem Shuttlebus von Flores weiter Richtung Mexico.
Der Bus sollte mich in Süd-Nord Richtung durch Guatemala und Belize an die Bacalar Laguna bringen.
Da ich mich bereits im flachen Teil der Halbinsel Yucatan befand und die Straße weit weniger kurvig
und somit auch nicht zu waghalsigen Überholmanövern einlud, war die Reise der reinste Spaziergang 😅.
Die Bacalar Lagune liegt am gleichnamigen Städchen Bacalar und ist eigentlich keine Lagune sondern
ein sehr großer Süßwasser-See der durch den Zusammenschluss mehrerer Cenoten entstanden ist.
Cenoten selbst sind ober- und unteridische Höhlen durch die das Wasser in Yucatan fließt.
Die Lagune oder der See schimmert tagsüber in den schönsten Türkisfarben und ist deshalb für mich immer eine Reise wert (Hintergrund: Ich war bereits Anfang 2022 schon einmal dort 😅)
Als ich gegen Abend in Bacalar ankam hatte ich wie auf den anderen Busreisen (mal wieder 🙈) den ganzen Tag nichts gegessen. Nachdem ich zunächst ein bisschen Bargeld am Geldautomat gezogen hatte, kämpfte ich mich also direkt zum nächstbesten Restaurant.
Durch Zufall landete ich dann in El Barrill Grill (El Barril Grill Bacalar) und verspeiste einen herrlichen Burger.
Direkt danach ließ ich mich von einem Taxi in meine Unterkunft Amaca Bacalar (Amaca Bacalar) fahren.
Eine wirklich sehr schöne Adresse direkt an der Lagune, preisgünstig, ruhig und mit allen gängigen Bacalar Highlights ausgestattet (Dach aus Palmenstroh, Außenbad- und Dusche, Terrasse mit Blick auf die Lagune). So verbrachte ich dort ein paar geruhsame Tage und ging schwimmen, mit dem Kanu das umliegende Ufer erkunden oder genoss einfach nur die wunderschöne Aussicht auf die Lagune.
Leider gibt es in der Unterkunft kein Restaurant, weswegen ich für das Frühstück und Abendessen in den Hauptort Bacalar kommen musste. Das war allerdings gar kein Problem, denn hierzu lieh ich mir in der „Lagunenhauptstadt“ einen Roller und düste immer zwischen der Unterkunft und Städtchen hin- und her. Gesellschaft hatte ich auch, traf ich doch bei meinem ersten Frühstück auf ein israelisch-französisches
Päärchen, das ich bei der Anreise mit dem Bus tags zuvor kennengelernt hatte.
Da Bacalar neben Tulum und Cancun ein kleines touristisches Zentrum darstellt, gibt es eine Vielzahl an Unterkünften und Restaurants. Kulinarisch ist also viel geboten und die Preise sind (noch) recht erschwinglich. Schön und typisch für Yucatan ist dabei, dass eine Vielzahl der Restaurants neben tollem Essen auch sehr häufig eine sehr schöne verspielte Architektur und/oder eine, tropische Atmosphäre mit Gärten und Pflanzen aufweisen. Wen dies interessiert, dem kann ich (Stand Juli 2023) folgende Locations mit sehr viel Atmosphäre, empfehlen:
– El Manati Bacalar (Super landestypisches Frühstück, Preislich günstig, Restaurant im Freien im Garten, Sehr freundliche Bedienung)
– Chacá (Tolles internationals Frühstück, Preislich etwas teurer, Restaurant im Freien + Smoothie Bar, Bedienung etwas zurückhaltend)
– El Barril Grill (Toll für Burger und Steak, Preislich i.O., Atmosphäre etwas einfacher, Bedienung sehr zuvorkommend)
– Nixtamal (Fusion Food mit mexikanischer Note, Preislich etwas teurer, Super Atmosphäre, Bedienung sehr freundlich, Reservierung notwendig)
– Macario Bacalar (Gehobene mexikanische Küche, Preislich teuer, Sehr schöne Atmosphäre im Garten, Freundliche Bedienung)
– Zum Abschluss : Churros – Im Stadtzentrum in Richtung der Lagune befinden sich mehrere Stände mit allerlei „Zugaben“ und der klassisch bunten Leuchtreklame sowie mexikanisch lauter Beschallung 😍
Nach so viel kulinarischem Genuss und noch mehr Entspannung an und in der Lagune machte ich mich nach 3 Nächten auf um weiter in Richtung El Cuyo, ganz im Norden der Halbinsel Yucatan weiter zu fahren. Im Vergleich zu Guatamala und den anderen mittelamerikanischen Ländern, gibt es in Mexiko ein gut ausgebautes Busnetz, das auch in Yucatan gut funktioniert. Die großen Busgesellschaften sind ADO (Ado Mexico) oder Oriente, deren Tickets in jedem größeren Ort oder teilweise auch online gekauft werden können. So buchte ich mir meinen Platz im ADO Bus, der mich über Tizimin in ca. 4h nach El Cuyo brachte. El Cuyo ist ein kleines Fischerdorf mit einer überschaubaren Anzahl an Unterkünften und Restaurants direkt am kilometerlangen weißsandigen,
Palmenbestandenen karibischen Traumstrand.
So verbrachte ich dort noch 4 Nächte im Hotel La Casa Cielo (La Casa Cielo) und ließ die gesamte Reise dort auf gebührende Weise mit langen Strandspaziergängen, herrlichen Aussichten und gutem Essen noch einmal gebührend ausklingen.
Leider war es dann am 14 Juli soweit und ich packte noch ein letztes Mal meine Koffer zusammen um etwas wehmütig die Rückreise nach Europa anzutreten. Leider klappte es an diesem besonderen Tag einmal nicht mit der Busverbindung und ich musste notgedrungen noch ein Taxi von Valladolid
an den Flughafen in Cancun nehmen – Naja, günstiger als einen neuen Flug in Richtung Europa zu buchen, war dies allemal ☺️
Gegen 19:00 Uhr betrat ich das Flugzeug und hob pünktlich um 19:45 Uhr in Richtung mit der mir unbekannten spanischen Airline World2Fly ab.
Wie ich von Madrid noch nach Pflugfelden zurück gefahren bin, erfahrt ihr dann in meinem nächsten und letzten Reisebericht.